Abby und Martha Brewster sind zwei liebenswerte, wegen ihrer Wohltaten berühmte alte Damen, die mit ihrem geisteskranken Neffen Teddy, der sich für Präsident Roosevelt hält, schon seit Jahrzehnten in Brooklyn leben. Als der zweite Neffe Mortimer, ein bedeutender Theaterkritiker, in der Truhe seiner Tanten eine Leiche entdeckt, liegt nichts näher, als dahinter seinen Bruder Teddy zu vermuten. Mortimer stellt die Tanten zur Rede und muss erfahren, dass diese - angeblich aus Mitleid - alte einsame Männer in ihr Haus locken und mit vergiftetem Wein töten, um sie Gott näher zu bringen. Zur Beseitigung der Toten instrumentalisieren sie dabei den geistig verwirrten Teddy, der im Keller Gräber aushebt, aber in seiner Wahnvorstellung davon überzeugt ist, dass er den Panamakanal baut. Die Ermordeten werden mit allen Ehren bestattet und in der Finsternis der Kellergewölbe finden sich neben allerlei Getier, Totenschädel und Knochengerippen auch die Seelen der Verstorbenen zum Tanze ein. Die Lage im Haus wird nicht entspannter, als auch noch der dritte Neffe Jonathan, der lange Zeit als verschollen galt und als schwarzes Schaf der Familie charakterisiert wird, mit seinem Komplizen Dr. Einstein Unterschlupf sucht. Da diese beiden Verbrecher auch eine Leiche zu „entsorgen“ haben, kommt es zum Eklat.
Vor dem Sittengericht verhandelt der neue Richter Aristide Forestier gegen die Wäschermädchen, die beschuldigt werden, in dem von Mademoiselle Pistache geleiteten Montmartre-Lokal „Le Bal du Paradis“ den sittenwidrigen Can-can vorgeführt zu haben, einen Tanz, der geeignet sei, „die Seelen, die Moral und den Charakter der Zuschauer zu erhitzen.“ Der Gerichtspräsident und Forestiers älterer Kollege Paul Barriere halten die einschlägigen Gesetze für altmodisch, aber der junge, erst vor kurzem ins Richteramt berufene Forestier will diese Moralvorschriften verteidigen, muss aber die Mädchen aus Mangel an Beweisen freisprechen und beschließt deshalb, sich den Can-can an Ort und Stelle selbst anzuschauen. So lernt er Mademoiselle Pistache kennen, deren attraktives Aussehen und unkonventionelle Lebensauffassung ihn sofort beeindrucken. Dennoch veranlasst er, die tanzenden Mädchen im „Bal du Paradis“ zu fotografieren, um den Beweis für die Anstößigkeit dieses Tanzes zu erbringen...
Im Mittelpunkt des Musicals "Kiss me, Kate" steht eine Theatergruppe, die eine musikalische Fassung der Shakespeare-Komödie "Der Widerspenstigen Zähmung" zur Aufführung bringen will. Somit sind die turbulenten Ereignisse hinter der Bühne eines amerikanischen Theaters mit dem Geschehen des Shakespeare-Lustspiels verknüpft. Vorgeführt wird also ein Stück im Stück, wobei Realität und Theaterhandlung miteinander verwoben sind...?
"Vor vielen Jahren als im Spessart die Wege noch schlecht und nicht so häufig als jetzt befahren waren, zogen zwei junge Burschen durch diesen Wald. Man hatte ihnen so mancherlei erzählt, eine große Räuberbande sollte dort ihr Wesen treiben...", so beginnt Wilhelm Hauffs Erzählung "Das Wirtshaus im Spessart". Das Buch machte jenen Wald berühmt, der schon im Nibelungenlied erwähnt ist... . .
Das Musical ist eine Parodie auf die amerikanischen Gangsterkriege während der Prohibitionszeit. Die drei Gangsterbosse Filippi, Donelli und Risotto haben jeweils eine gut funktionierende Orga?nisation aufgebaut und kontrollieren den als Milchhandel getarnten Alkoholschmuggel in Chicago. Wie bei allen florierenden Geschäften, so gibt es auch hier einen harten Konkurrenzkampf. Jeder der Bosse hat den Ehrgeiz, die drei Organisationen unter seiner Oberleitung zu vereinigen. Um den Gegner zu täuschen, führen die Gangster ein groteskes Doppelleben und schlüpfen in die Rollen harmloser Existenzen... .
Nach einem Jahr Abstinenz meldete sich das Albertustheater mit der Absurda comica als Frühlingshighlight des Lauinger Kulturlebens wieder zurück. Wie nicht anders zu erwarten pilgerten Massen begeisterter Anhänger am 19. März gen Theaterkeller um sich das neue Werk Mayrscher Schaffenskraft nicht entgehen zu lassen. Dass nicht nur der Herrin der Regieanweisungen und Intendantin unseres Musentempels die kreative Verschnaufpause gut getan hatte, sondern auch ihrem neuen Stück, wurde schnell deutlich...